Bis zum Jahresende will ein Arbeitskreis konkrete Entscheidungshilfen für Telematik-Investitionen liefern
Wer eine Investition im Bereich Telematik plant, der steht zunächst einmal im Wald. Schließlich ist die Zahl der Anbieter für Hardware, Software und Systemlösungen nach wie vor hoch und wird in der nächsten Zeit noch weiter wachsen. Dabei hat jedes Angebot Stärken und Schwächen sowie einen anderen Preis. Die Anwendungs-möglichkeiten und der Zuschnitt auf die eigenen Bedürfnisse sind zudem nicht immer klar ersichtlich.
Diese Situation will die Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (GVB) e.V. jetzt verbessern. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft den Studienkreis Telematikanwendungen im Güterkraftverkehr gegründet, der sich bereits im vergangenen Herbst im Frankfurter "Haus des Straßenverkehrs" konstituiert hat. Die mehr als 30 Teilnehmer kommen aus dem Kreis der Nutzfahrzeug- und Aufbautenhersteller, Anbietern von Hardware, Software und Systemlösungen sowie den Fachverbänden des Güterverkehrs. Darunter finden sich Namen wie DaimlerChrysler, MAN, OHB Teledata, Teldatrans oder Cargocom, eine Tochter der Schmitz Cargobull AG. Abgerundet wird das Spektrum durch Vertreter von Transportunternehmen und Logistikdienstleistern wie zum Beispiel Dachser. Moderiert wird der Studienkreis von Professor Claus Berg von der Universität der Bundeswehr in München.
Zwischenergebnisse im Dezember
Es wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich viermal jährlich zusammensetzen. Eine Gruppe widmet sich der Standardisierung und Harmonisierung, und eine weitere konzentriert sich auf die Anforderungen entlang der logistischen Kette. Das Erstellen einer Marktübersicht sowie einer empirischen Studie sind die zwei übrigen Themengebiete. Insgesamt will der Arbeitskreis Lösungen aufzeigen, wie sich durch Te-lematik Kosten senken, die Auslastung verbessern oder die gefahrenen Kilometer minimieren lassen. Aber auch die Auswirkung der automatischen Mauterhebung auf die Nutzung der Telematik sollen untersucht werden.
Die ersten Zwischenergebnisse sollen im Dezember dieses Jahres veröffentlicht werden. Auskünfte über den Studienkreis erteilt Franz Peters, Vorstandsvorsitzender der GVB, unter der Telefonnummer 02633/8811. (Marcus Walter: Verkehrsrundschau Nr.13, 30.03.2002)
Die Telematik-Technologie ist nicht mehr ganz neu. Gleichwohl hat sie durch ihren geplanten Einsatz für Maut-Erhebungen in den Bereichen Transport, Logistik und Verkehr ein verstärktes Interesse hervorgerufen. Immer mehr Unternehmer und Führungskräfte der Transport- und Logistikwirtschaft wie auch Verkehrspolitiker setzen darauf, dass durch Telematikanwendungen neue Rationalisierungserfolge in Disposition, Transport und Verwaltung zu erzielen sind. Dies gilt aus naheliegenden Gründen zur Zeit insbesondere für den Straßengüterverkehr. Hierbei stehen potenzielle Anwender vor schwierigen Aufgaben. Die Zahl der Hardware-, Software- und System-Anbieter ist hoch und wächst weiter. Jedes Angebot hat Stärken und Schwächen sowie einen anderen Preis. Die Anwendungsmöglichkeiten und der Zuschnitt auf die eigenen Anwendungsbedürfnisse sind nicht klar ersichtlich. Der Wertanalyseprozess für Entscheidungsfindungen ist ein dorniger Weg und kann in die Irre führen.
Diesem Zustand will die Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (GVB) jetzt entgegenwirken. Zu diesem Zweck wurde der Studienkreis Telematikanwendungen im Güterkraftverkehr gegründet, der sich kürzlich im Frankfurter "Haus des Straßenverkehrs" konstituiert hat, Teilnehmer sind Vertreter der größten Nutzfahrzeug- und Aufbautenhersteller, bedeutender Hardware-, Software- und Systemanbieter, der Fachverbände des Güterkraftverkehrs sowie bekannter Transport- und Logistikdienstleister. Der aus mehr al 30 Personen bestehende Studienkreis hat sich unter der Moderation von Prof. Dr. Claus C. Berg (Universität der Bundeswehr, München) in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt. Die Arbeitsergebnisse des Studienkreises sollen gegen Ende des Jahres der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. (KfZ-Anzeiger, 01.03.2002)
(nl) Die Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (GVB) e.V. hat einen Studienkreis Telematikanwendungen im Güterkraftverkehr gegründet. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, das vielfältige Angebot der telmatischen Dienste für die Transportbranche transparent zu machen. An dem Studienkreis beteiligen sich Vertreter der größten Nfz- und Aufbautenhersteller, Anbieter von Hard- und Software sowie von Systemlösungen, die Fachverbände des Güterverkehrs und Vertreter großer Transport- und Logistikdienstleister. (DVZ, 12.02.2002)
Die Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (GVB) e.V. hat das Kuratorium um zwei Wissenschaftler erweitert. Hinzugewählt wurden Univ.-Prof. Dr. Claus C. Berg (Direktor des Instituts für Logistik und Informationsmanagement and der Universität der Bundeswehr München) und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Stölzle (Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistik und Verkehrsbetriebslehre an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg). (DVZ 17.11.2001)
Mitglieder der Gesellschaft können Einzelpersonen, wirtschaftliche Unternehmungen, Behörden, öffentlich-rechtliche und privat- rechtliche Körperschaften und sonstige juristische Personen werden.